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Montag, 24. November 2008

früher spätnovembersonntagmorgen

Chico Czissek


die straßenlampen
lassen traurig ihre köpfe hängen
in den pfützen
schwimmt benzin
der regen spannt seine fabeln
aus uralten & künftigen zeiten
von geburt & tod
liebe & hass
krieg & frieden
träume & hoffnungen
zerfressen von der korrosion der zeit
die nadel deines kompasses
zeigt nach süden
wohin es die einsame madonna der hinterhöfe
verschlagen hat
immer lächelnd
zeitlos schön & jung
auf der suche nach ihrem sohn
& don quichotte
des kämpfens überdrüssig
alt & gebrochen
schlurft er durch die müden straßen
geborstene herzen in der kanalisation
zwischen kot & essensresten
der blinde maler & der taube komponist
das letzte bild & die letzte symphonie
& ein blasses mädchen
verteilt freikarten für die hölle
während
streunende hunde
in hauseingängen dösend
von den guten alten zeiten träumen
& die ratten
freudig den jungen tag begrüßen

Sozialkritische Gedichte

Lyrik Art, Jim Pfeffer

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