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Donnerstag, 5. Februar 2009

Lyrisch Roth - 2. Revolutzlich

Ludwig Eichrodt

Ade, ihr Biedermänner,
Die Blut, ein Tropfen, schreckt!
Kein Gott hat noch im Jänner
Den Frühling auferweckt.
Es gilt ein Aderlassen,
Einen Tummelplatz der Wuth,
Es werden alle Gassen
Strombette für das Blut!

Heran die Guillotine,
Heran das Beil des Volks;
Dein Heil, damit es grüne,
Proletariat verfolg's!
Der Strahl des Völkerlenzes
Bricht in die Nacht herein,
Ha, panem et circenses!
Nachtmahl von Brod und Wein!

Der Herrscher Vielerleiheit
Thut nun und nimmer gut;
Wohlan! die Braut heißt Freiheit;
Der Bräutigam heißt Blut.
Und Priester sind die Henker
Und Altar das Schaffot,
Jahrhundert du der Denker
Begrabe deinen Gott!

Den Samen der Betrüger
Verweht das Sturmgebraus –
Ihr aber, neue Pflüger,
Streut andern Samen aus.
Ihr wühlt mit freiem Pfluge
Und mit dem Roß der Wuth,
Und Euer Arnold Ruge
Jahrbücher schreibt mit Blut.


Quelle: http://gedichte.xbib.de

Sozialkritische Gedichte

Lyrik Art, Jim Pfeffer

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