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Das Spiel der Welt

Richard Dehmel

1. Dialog:
Die Seele sprach zur Welt:
Du machst dich viel zu wichtig.
Dein Spiel ist ohne mich
im Grunde null und nichtig.

Zur Seele sprach die Welt:
Das ist im Grunde richtig.
Das Spiel machst du, nicht ich;
drum ist es gründlich nichtig.

2. Moral:
Die Seele macht sich gern
mit ihrer Welt zu wichtig;
Weltseele muß man sein,
dann macht man Alles richtig.

3. Kritik:
Das ist ein schlechter Spaß;
du hältst die Welt zum Narren
und rätst ihr obendrein
zu deinem eignen Sparren.

4. Antikritik:
Das ist kein schlechter Spaß,
ich hab gar gut erfahren:
wo Weisheit ratlos steht,
ist Narrheit flugs im Klaren.

5. Supermoral:
Die Seele mahnt sich stets:
sei endlich ganz und tüchtig!
so bleibt sie ewig halb
weltsüchtig, halb weltflüchtig.

Quelle: http://gedichte.xbib.de

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Lyrik Art, Jim Pfeffer

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