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Emerenz Meier

Dienstag, 23. Juni 2009

[Kennst du das Land, wo Grabsch und Humbug blüh'n]

Emerenz Meier

Kennst du das Land, wo Grabsch und Humbug blüh'n,
Die Herzen einzig für den Dollar glüh'n,
Wo Geld vor adliger Gesinnung geht,
Die Schlauheit hoch, die Treue niedrig steht,
Kennst du das Land, dahin, dahin
Würd ich, hätt ich die Wahl, nie wieder zieh'n.

Kennst du die Stadt, mit ihrem großen Dreck,
Ein Wirtshaus steht an jeder Straßeneck
Und in Fabriken schwitzt die Menschenbrut,
Es saugt das Kapital ihr rotes Blut,
Kennst du die Stadt, dahin, dahin,
Laß niemals mich, o ew'ger Vater, zieh'n.

Du Stadt am Michigan, voll Weh und Ach,
Wo manches hoffnungsvolle Herz zerbrach,
Die Sterne nachts am Himmel schau'n mich an,
Was hat man dir, du armes Kind getan?
Kennst du die Stadt, dahin, dahin,
Laß dich von keinen tausend Pferden zieh'n.

Quelle: http://www.wortblume.de

Dienstag, 19. Mai 2009

Weh über die Führer der Nationen

Emerenz Meier

Weh über die Führer der Nationen,
Die Henker im Frack, die Mörder auf Thronen!
Sie machen Geschichte, sie spinnen Netze,
Mit Hilfe der Presse, der feilen Metze.

Wenn faul Republiken und Monarchien,
Nach Freiheit und Aufklärung wird geschrien,
Dann heißt einen schneidigen Krieg erzeugen,
Der Revolution noch schnell vorzubeugen.

Dann treiben die Hirten die Herden zur Weide,
Zum Kampffeld hinaus, rum tollt euch im Streite!
Kühlt euer Mütchen, ein Volk am andern,
Uns aber laßt den Herrenpfad wandern!

Das tötet und würgt uns und wird getötet,
Die ganze Welt ist von Blut schon gerötet,
Sie kämpfen verzweifelt, Mann gegen Mann,
Hat keiner was dem andern getan.

Was hat euch, ihr Völker, mit Blindheit geschlagen,
Wann wird es in euren Gehirnen tagen,
Wann dringt in eure Seelen das Licht
Der echten Freiheit, die liebt, nicht ficht?


Quelle: http://gedichte.xbib.de

Mittwoch, 22. Oktober 2008

[Kämpft ihr, für was ihr wollt, ich bin es müd]

Emerenz Meier

Kämpft ihr, für was ihr wollt, ich bin es müd,
Dies ew'ge Scheingefecht; der Tod ist doch
Der letzte Sieger. Triumphierend pflanzt
Er über unsern Gräbern seine Fahne,
Die der Vergänglichkeit, voll Hohnes auf
Und fragt: Was war? - Mit seinen hohlen Augen;
Rührt nicht die Arme noch die Füße mehr,
Sterbt, wenn ihr werdet, wollt ihr lang nicht zappeln
An jener Schnur, die man das Leben nennt
Von einem herz- und wesenlosen Gott
Grausam gesponnen, nach Belieben dann
Und Zufall abgeschnitten oder angestückt.
Verfluchtes Dasein ohne Zweck und Ziel.
Seit Tausenden von Jahren oder Millionen
Allweg dasselbe Spiel mit Tier und Mensch
Und allem, was die Erde trägt. Verzweiflung
Muß den ergreifen unfehlbar, der denkt.

Quelle: http://www.wortblume.de

Sozialkritische Gedichte

Lyrik Art, Jim Pfeffer

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