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    <title>Sozialkritische Gedichte (Lyrik Art, Jim Pfeffer) : Rubrik:Erich Mühsam</title>
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    <description>Lyrik Art, Jim Pfeffer</description>
    <dc:publisher>JimPfeffer</dc:publisher>
    <dc:creator>JimPfeffer</dc:creator>
    <dc:date>2009-12-29T10:41:45Z</dc:date>
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  <image rdf:about="http://static.twoday.net/JimPfeffer/images/icon.jpg">
    <title>Sozialkritische Gedichte</title>
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  <item rdf:about="http://jimpfeffer.twoday.net/stories/6106260/">
    <title>Weihnachten</title>
    <link>http://jimpfeffer.twoday.net/stories/6106260/</link>
    <description>&lt;i&gt;Erich Mühsam&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist das Fest der Weihenacht,&lt;br /&gt;
das Fest, das alle glücklich macht,&lt;br /&gt;
wo sich mit reichen Festgeschenken&lt;br /&gt;
Mann, Weib und Greis und Kind bedenken,&lt;br /&gt;
wo aller Hader wird vergessen&lt;br /&gt;
beim Christbaum und beim Karpfenessen; --&lt;br /&gt;
und Groß und Klein und Arm und Reich, --&lt;br /&gt;
an diesem Tag ist alles gleich.&lt;br /&gt;
So steht&apos;s in vielerlei Varianten&lt;br /&gt;
in deutschen Blättern. Alten Tanten&lt;br /&gt;
und Wickelkindern rollt die Zähre&lt;br /&gt;
ins Taschentuch ob dieser Märe.&lt;br /&gt;
Papa liest&apos;s der Familie vor,&lt;br /&gt;
und alle lauschen und sind Ohr ...&lt;br /&gt;
Ich sah, wie so ein Zeitungsblatt&lt;br /&gt;
ein armer Kerl gelesen hat.&lt;br /&gt;
Er hob es auf aus einer Pfütze,&lt;br /&gt;
daß es ihm hinterm Zaune nütze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://gedichte.xbib.de&quot;&gt;http://gedichte.xbib.de&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>JimPfeffer</dc:creator>
    <dc:subject>Erich Mühsam</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 JimPfeffer</dc:rights>
    <dc:date>2009-12-23T15:39:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jimpfeffer.twoday.net/stories/6074693/">
    <title>Nach all den Nächten, die voll Sternen hingen</title>
    <link>http://jimpfeffer.twoday.net/stories/6074693/</link>
    <description>&lt;i&gt;Erich Mühsam&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach all den Nächten, die voll Sternen hingen,&lt;br /&gt;
nun diese dumpfe, trübe, nasse Nacht,&lt;br /&gt;
als wär die Arbeit aller Zeit vollbracht&lt;br /&gt;
und niemals wieder Hoffnung auf Gelingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohin die Schritte weisen, da das Ziel&lt;br /&gt;
ertrank im nebeligen Grau der Wege?&lt;br /&gt;
Ich such nur noch, wo ich mich niederlege,&lt;br /&gt;
den stillen Platz. Verloren ist das Spiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich höre vieler Menschen Schritte tasten -&lt;br /&gt;
verirrte Menschen, einsam, müd und arm -&lt;br /&gt;
und keiner weiß, wie wohl ihm wär und warm,&lt;br /&gt;
wenn wir einander bei den Händen faßten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;http://gedichte.xbib.de&quot;&gt;http://gedichte.xbib.de&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>JimPfeffer</dc:creator>
    <dc:subject>Erich Mühsam</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 JimPfeffer</dc:rights>
    <dc:date>2009-12-03T10:23:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jimpfeffer.twoday.net/stories/5897686/">
    <title>Bauchweh</title>
    <link>http://jimpfeffer.twoday.net/stories/5897686/</link>
    <description>&lt;i&gt;Erich Mühsam&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Därme wälzen sich im Kampfe;&lt;br /&gt;
es zuckt der Leib im Magenkrampfe:&lt;br /&gt;
die Welt ist schlecht, - die Welt ist schlecht.&lt;br /&gt;
Daß die der Herr im Zorn zerstampfe!&lt;br /&gt;
Daß sie verpuffe und verdampfe! -&lt;br /&gt;
So wär&apos; es recht! - So wär&apos; es recht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angst ist das Leben und Beschwerde;&lt;br /&gt;
der Mensch, er sitzt am Schmerzensherde&lt;br /&gt;
im Weltenbauch, - im Weltenbauch.&lt;br /&gt;
In qualzerrissener Gebärde&lt;br /&gt;
krümmt sich der Bauch der Welt, der Erde, -&lt;br /&gt;
und meiner auch. - Und meiner auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;http://gedichte.xbib.de&quot;&gt;http://gedichte.xbib.de&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>JimPfeffer</dc:creator>
    <dc:subject>Erich Mühsam</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 JimPfeffer</dc:rights>
    <dc:date>2009-08-24T16:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jimpfeffer.twoday.net/stories/5814684/">
    <title>75. Todestag 2009</title>
    <link>http://jimpfeffer.twoday.net/stories/5814684/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Muesam-Todestag&quot; width=&quot;284&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/JimPfeffer/images/Muesam-Todestag.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Ich habs mein Lebtag  nicht gelernt&lt;br /&gt;
mich fremden Zwang zu fügen.&lt;br /&gt;
Jetzt haben sie mich einkasernt,&lt;br /&gt;
von Heim und Weib und Werk entfernt.&lt;br /&gt;
Doch ob sie mich erschlügen:&lt;br /&gt;
Sich fügen heißt Lügen !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erich Mühsam&lt;br /&gt;
Dichter und Anarchist&lt;br /&gt;
75. Todestag 2009&lt;br /&gt;
geboren am 6. April 1878, ermordet am 10. Juli 1934 im KZ Oranienburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreszentia (Zenzl) Mühsam&lt;br /&gt;
Gefangene in Stalins Lagern&lt;br /&gt;
125. Geburtstag 2009&lt;br /&gt;
geboren am 28. Juli 1884, 14 Jahre inhaftiert in der Sowjetunion, gestorben am 10. März 1962&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;http://www.friedrichshainer-geschichtsverein.de/publikationen.html&quot;&gt;http://www.friedrichshainer-geschichtsverein.de/publikationen.html&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>JimPfeffer</dc:creator>
    <dc:subject>Erich Mühsam</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 JimPfeffer</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-10T07:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jimpfeffer.twoday.net/stories/5156324/">
    <title>Dichter und Kämpfer</title>
    <link>http://jimpfeffer.twoday.net/stories/5156324/</link>
    <description>&lt;i&gt;Erich Mühsam&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unrühmlich ist es, jung zu sterben.&lt;br /&gt;
Mein Tod wär sträflicher Verrat.&lt;br /&gt;
Ich bin der Freiheit ein Soldat&lt;br /&gt;
und muß ihr neue Kämpfer werben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und kann ich selbst die Schlacht nicht lenken,&lt;br /&gt;
seh selbst nicht mehr das bunte Jahr,&lt;br /&gt;
so soll doch meine Bundesschar&lt;br /&gt;
im Siege meines Rufs gedenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drum will ich Mensch sein, um zu dichten,&lt;br /&gt;
will wecken, die voll Sehnsucht sind,&lt;br /&gt;
daß ich im Grab den Frieden find&lt;br /&gt;
des Schlafes nach erfüllten Pflichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;http://www.muehsam.de&quot;&gt;http://www.muehsam.de&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>JimPfeffer</dc:creator>
    <dc:subject>Erich Mühsam</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 JimPfeffer</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-19T05:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jimpfeffer.twoday.net/stories/5726080/">
    <title>Erich Kurt Mühsam</title>
    <link>http://jimpfeffer.twoday.net/stories/5726080/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;Erich Kurt Mühsam (* 6. April 1878 in Berlin;  10. Juli 1934 im KZ Oranienburg) war politischer Aktivist, Anarchist, Publizist und Schriftsteller. Nach einflussreicher politischer und publizistischer Tätigkeit wurde er von den Nationalsozialisten ermordet.&lt;br /&gt;
Mühsam wurde in Berlin als Kind jüdischer Eltern geboren und wuchs in Lübeck auf. Er hatte zwei Schwestern und einen Bruder. Der Vater Siegfried Seligman Mühsam war Apotheker und von 1887 bis 1915 Abgeordneter der Lübecker Bürgerschaft. Er und seine Frau Rosalie schickten ihren Sohn Erich auf das humanistische Gymnasium Katharineum zu Lübeck. Dort ging er in denselben Jahrgang, wenn auch nicht derselben Klasse wie Gustav Radbruch - welcher ihn später als Reichstagsabgeordneter in der Festungshaft besuchte.[1] Am 11. Januar 1896 wurde Erich von dort wegen sozialdemokratischer Umtriebe relegiert [2]. Er hatte Berichte über schulinterne Vorgänge an die sozialdemokratische Zeitung Lübecker Volksbote weitergegeben. Sein Abitur machte er in Parchim (Mecklenburg) und absolvierte dann eine Apothekerlehre in Lübeck. 1901 zog Mühsam nach Berlin, wo er zunächst in seinem erlernten Beruf arbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mühsams schriftstellerische Neigung fiel bereits in seiner frühen Jugend auf, als er im Alter von elf Jahren begann, Tierfabeln zu verfassen. Dieses erste literarische Engagement verdichtete sich, als der 15-jährige Mühsam für die Auftritte der Clowns des örtlichen Zirkus erste satirische Beiträge beisteuerte.[2]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902 wurde er Redakteur bei der anarchistischen Zeitschrift Der arme Teufel, 1905 beim Weckruf; in diese Zeit hatte er Kontakt zum Friedrichshagener Dichterkreis. 1904 bis 1908 folgten Wanderjahre mit Aufenthalten in Zürich, Ascona (Monte Verità), Norditalien, München, Wien, Paris zusammen mit seinem homosexuellen Freund Johannes Nohl. Auf dem Monte Verità befreundete er sich mit dem Siedler Karl Gräser, nach dessen Vorbild er eine Sammlungsstätte solcher Menschen errichten wollte, denen sich gegen Knechtschaft und Vergewaltigung in echtem Grimme der Mensch aufbäumte. Eine entsprechende Gemeinschaft und Herberge für die von der Gesellschaft Geächteten  Landstreicher, Bettler, Huren und Verbrecher  versuchte er dann in der Großstadt München zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1909 lebte er in München-Schwabing. Hier gründete er die dem Sozialistischen Bund angehörenden Gruppe Tat und Gruppe Anarchist zwecks Agitation des Subproletariats für den Anarchismus. 1910 wurde Mühsam verhaftet, wegen Geheimbündelei angeklagt und schließlich freigesprochen. Als Zentralfigur der Schwabinger Bohème war er befreundet mit Heinrich Mann, Frank Wedekind, Lion Feuchtwanger, Fanny zu Reventlow und vielen anderen. Seiner Gruppe Tat schlossen sich auch der Schriftsteller Oskar Maria Graf und der Maler Georg Schrimpf an, die ihm nach Ascona zum Monte Verità folgten. Mühsam war Mitarbeiter des Münchner Kabaretts und verschiedener satirischer Zeitschriften wie des Simplicissimus und der Jugend. Von 1911 bis 1919 gab Erich Mühsam in München die Zeitschrift Kain  Zeitschrift für Menschlichkeit heraus, allerdings nicht während des Ersten Weltkrieges. Mühsam schrieb: In dieser Stunde, wo es um das Schicksal aller geht, gibt es außerdem nichts Wesentliches und nichts, was eine Zeitschrift für Menschlichkeit angehen könnte. In Kain veröffentlichte er im Januar 1912 den Artikel Der Humbug der Wahlen (siehe Weblinks).&quot; height=&quot;316&quot; alt=&quot;Erich Kurt Mühsam (* 6. April 1878 in Berlin;  10. Juli 1934 im KZ Oranienburg) war politischer Aktivist, Anarchist, Publizist und Schriftsteller. Nach einflussreicher politischer und publizistischer Tätigkeit wurde er von den Nationalsozialisten ermordet.&lt;br /&gt;
Mühsam wurde in Berlin als Kind jüdischer Eltern geboren und wuchs in Lübeck auf. Er hatte zwei Schwestern und einen Bruder. Der Vater Siegfried Seligman Mühsam war Apotheker und von 1887 bis 1915 Abgeordneter der Lübecker Bürgerschaft. Er und seine Frau Rosalie schickten ihren Sohn Erich auf das humanistische Gymnasium Katharineum zu Lübeck. Dort ging er in denselben Jahrgang, wenn auch nicht derselben Klasse wie Gustav Radbruch - welcher ihn später als Reichstagsabgeordneter in der Festungshaft besuchte.[1] Am 11. Januar 1896 wurde Erich von dort wegen sozialdemokratischer Umtriebe relegiert [2]. Er hatte Berichte über schulinterne Vorgänge an die sozialdemokratische Zeitung Lübecker Volksbote weitergegeben. Sein Abitur machte er in Parchim (Mecklenburg) und absolvierte dann eine Apothekerlehre in Lübeck. 1901 zog Mühsam nach Berlin, wo er zunächst in seinem erlernten Beruf arbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mühsams schriftstellerische Neigung fiel bereits in seiner frühen Jugend auf, als er im Alter von elf Jahren begann, Tierfabeln zu verfassen. Dieses erste literarische Engagement verdichtete sich, als der 15-jährige Mühsam für die Auftritte der Clowns des örtlichen Zirkus erste satirische Beiträge beisteuerte.[2]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902 wurde er Redakteur bei der anarchistischen Zeitschrift Der arme Teufel, 1905 beim Weckruf; in diese Zeit hatte er Kontakt zum Friedrichshagener Dichterkreis. 1904 bis 1908 folgten Wanderjahre mit Aufenthalten in Zürich, Ascona (Monte Verità), Norditalien, München, Wien, Paris zusammen mit seinem homosexuellen Freund Johannes Nohl. Auf dem Monte Verità befreundete er sich mit dem Siedler Karl Gräser, nach dessen Vorbild er eine Sammlungsstätte solcher Menschen errichten wollte, denen sich gegen Knechtschaft und Vergewaltigung in echtem Grimme der Mensch aufbäumte. Eine entsprechende Gemeinschaft und Herberge für die von der Gesellschaft Geächteten  Landstreicher, Bettler, Huren und Verbrecher  versuchte er dann in der Großstadt München zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1909 lebte er in München-Schwabing. Hier gründete er die dem Sozialistischen Bund angehörenden Gruppe Tat und Gruppe Anarchist zwecks Agitation des Subproletariats für den Anarchismus. 1910 wurde Mühsam verhaftet, wegen Geheimbündelei angeklagt und schließlich freigesprochen. Als Zentralfigur der Schwabinger Bohème war er befreundet mit Heinrich Mann, Frank Wedekind, Lion Feuchtwanger, Fanny zu Reventlow und vielen anderen. Seiner Gruppe Tat schlossen sich auch der Schriftsteller Oskar Maria Graf und der Maler Georg Schrimpf an, die ihm nach Ascona zum Monte Verità folgten. Mühsam war Mitarbeiter des Münchner Kabaretts und verschiedener satirischer Zeitschriften wie des Simplicissimus und der Jugend. Von 1911 bis 1919 gab Erich Mühsam in München die Zeitschrift Kain  Zeitschrift für Menschlichkeit heraus, allerdings nicht während des Ersten Weltkrieges. Mühsam schrieb: In dieser Stunde, wo es um das Schicksal aller geht, gibt es außerdem nichts Wesentliches und nichts, was eine Zeitschrift für Menschlichkeit angehen könnte. In Kain veröffentlichte er im Januar 1912 den Artikel Der Humbug der Wahlen (siehe Weblinks).&quot; width=&quot;283&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/JimPfeffer/images/Erich.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Mein Gefängnis&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Erich Mühsam&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Meere tanzt die Welle&lt;br /&gt;
nach der Freiheit Windmusik.&lt;br /&gt;
Raum zum Tanz hat meine Zelle&lt;br /&gt;
siebzehn Meter im Kubik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den blauen Himmeln zittert&lt;br /&gt;
Sehnsucht, die die Herzen stillt.&lt;br /&gt;
Meine Luke ist vergittert&lt;br /&gt;
und ihr dickes Glas gerillt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe tupft mit bleichen leisen&lt;br /&gt;
Fingern an ein Bett ihr Mal.&lt;br /&gt;
Meine Pforte ist aus Eisen,&lt;br /&gt;
meine Pritsche hart und schmal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Rätsel, tausend Fragen&lt;br /&gt;
machen manchen Menschen dumm.&lt;br /&gt;
Ich hab eine nur zu tragen:&lt;br /&gt;
Warum sitz ich hier? Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinterm Auge wohnt die Träne,&lt;br /&gt;
und sie weint zu ihrer Zeit.&lt;br /&gt;
Eingesperrt sind meine Pläne&lt;br /&gt;
namens der Gerechtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ein Flaggstock sind Entwürfe,&lt;br /&gt;
den ein Wind vom Dache warf.&lt;br /&gt;
Denn man meint oft, daß man dürfe,&lt;br /&gt;
was man schließlich doch nicht darf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;http://gedichte.xbib.de&quot;&gt;http://gedichte.xbib.de&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>JimPfeffer</dc:creator>
    <dc:subject>Erich Mühsam</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 JimPfeffer</dc:rights>
    <dc:date>2009-05-28T07:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jimpfeffer.twoday.net/stories/5449579/">
    <title>Lebensregel</title>
    <link>http://jimpfeffer.twoday.net/stories/5449579/</link>
    <description>&lt;i&gt;Erich Mühsam&lt;/i&gt;  	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An allen Früchten unbedenklich lecken;&lt;br /&gt;
vor Gott und Teufel nie die Waffen strecken;&lt;br /&gt;
Künftiges mißachten, Früheres nicht bereuen;&lt;br /&gt;
den Augenblick nicht deuten und nicht scheuen;&lt;br /&gt;
dem Leben zuschaun; andrer Glück nicht neiden;&lt;br /&gt;
stets Spielkind sein, neugierig noch im Leiden;&lt;br /&gt;
am eigenen Schicksal unbeteiligt sein -&lt;br /&gt;
das heißt genießen und geheiligt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;http://gedichte.xbib.de&quot;&gt;http://gedichte.xbib.de&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>JimPfeffer</dc:creator>
    <dc:subject>Erich Mühsam</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 JimPfeffer</dc:rights>
    <dc:date>2009-04-13T05:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jimpfeffer.twoday.net/stories/5595129/">
    <title>Ich bin ein Pilger...</title>
    <link>http://jimpfeffer.twoday.net/stories/5595129/</link>
    <description>&lt;i&gt;Erich Mühsam&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein Pilger, der sein Ziel nicht kennt;&lt;br /&gt;
der Feuer sieht und weiß nicht, wo es brennt;&lt;br /&gt;
vor dem die Welt in fremde Sonnen rennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein Träumer, den ein Lichtschein narrt;&lt;br /&gt;
der in dem Sonnenstrahl nach Golde scharrt;&lt;br /&gt;
der das Erwachen flieht, auf das er harrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein Stern, der seinen Gott erhellt;&lt;br /&gt;
der seinen Glanz in dunkle Seelen stellt;&lt;br /&gt;
der einst in fahle Ewigkeiten fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein Wasser, das nie mündend fließt;&lt;br /&gt;
das tauentströmt in Wolken sich ergießt;&lt;br /&gt;
das küßt und fortschwemmt ­ weint und froh genießt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo ist, der meines Wesens Namen nennt?&lt;br /&gt;
Der meine Welt von meiner Sehnsucht trennt?&lt;br /&gt;
Ich bin ein Pilger, der sein Ziel nicht kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;http://gedichte.xbib.de&quot;&gt;http://gedichte.xbib.de&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>JimPfeffer</dc:creator>
    <dc:subject>Erich Mühsam</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 JimPfeffer</dc:rights>
    <dc:date>2009-03-22T07:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jimpfeffer.twoday.net/stories/5572199/">
    <title>Leitsatz</title>
    <link>http://jimpfeffer.twoday.net/stories/5572199/</link>
    <description>&lt;i&gt;Erich Mühsam&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fürcht nicht die Stunde, da du stirbst.&lt;br /&gt;
Die Welt, o glaub&apos;s nur, kann dich missen.&lt;br /&gt;
Kein Stern, um dessen Licht du wirbst,&lt;br /&gt;
wird mit dir in den Tod gerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solang du lebst, wirst du gebraucht.&lt;br /&gt;
Soll dich das Leben nicht vergessen,&lt;br /&gt;
sorg, daß die Tat nicht untertaucht,&lt;br /&gt;
an der du deine Kraft gemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leb, daß du stündlich sterben kannst,&lt;br /&gt;
in Pflicht und Freude stark und ehrlich,&lt;br /&gt;
nicht dich, - das Werk, das du begannst,&lt;br /&gt;
mach für die Menschheit unentbehrlich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;http://gedichte.xbib.de&quot;&gt;http://gedichte.xbib.de&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>JimPfeffer</dc:creator>
    <dc:subject>Erich Mühsam</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 JimPfeffer</dc:rights>
    <dc:date>2009-03-10T06:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jimpfeffer.twoday.net/stories/5424694/">
    <title>Rebellenlied</title>
    <link>http://jimpfeffer.twoday.net/stories/5424694/</link>
    <description>&lt;i&gt;Erich Mühsam&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hatten uns mit Zwang und Lügen&lt;br /&gt;
in ihre Stöcke eingeschraubt.&lt;br /&gt;
Sie hatten gnädig uns erlaubt,&lt;br /&gt;
in ihrem Joch ihr Land zu pflügen.&lt;br /&gt;
Sie saßen da in Prunk und Pracht&lt;br /&gt;
mit vollgestopftem Magen&lt;br /&gt;
und zwangen uns, für ihre Macht&lt;br /&gt;
einander totzuschlagen.&lt;br /&gt;
Doch wir, noch stolz auf unsere Fesseln,&lt;br /&gt;
verbeugten uns vor ihren Sesseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kochten ihre Larvenschminke&lt;br /&gt;
aus unserm Blut und unserm Schweiß.&lt;br /&gt;
Sie traten uns vor Bauch und Steiß,&lt;br /&gt;
und wir gehorchten ihrem Winke.&lt;br /&gt;
Sie fühlten sich unendlich wohl,&lt;br /&gt;
sie schreckte kein Gewitter.&lt;br /&gt;
Jedoch ihr Postament war hohl,&lt;br /&gt;
ihr Kronenschmuck war Flitter.&lt;br /&gt;
Wir haben nur die Faust erhoben,&lt;br /&gt;
da ist der ganze Spuk zerstoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es rasseln zwanzig Fürstenkronen.&lt;br /&gt;
Die erste Arbeit ist geschafft.&lt;br /&gt;
Doch, Kameraden, nicht erschlafft,&lt;br /&gt;
soll unser Werk die Mühe lohnen!&lt;br /&gt;
Noch füllen wir den Pfeffersack,&lt;br /&gt;
auf ihr Geheiß, den Reichen;&lt;br /&gt;
noch drückt das Unternehmerpack&lt;br /&gt;
den Sporn uns in die Weichen.&lt;br /&gt;
Noch darf die Welt uns Sklaven heißen -&lt;br /&gt;
noch gibt es Ketten zu zerreißen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Jahre hat die Welt der Knechte&lt;br /&gt;
ihr Blut verspritzt fürs Kapital.&lt;br /&gt;
Jetzt steht sie auf, zum erstenmal&lt;br /&gt;
für eigne Freiheit, eigne Rechte.&lt;br /&gt;
Germane, Römer, Jud und Ruß&lt;br /&gt;
in einem Bund zusammen -&lt;br /&gt;
der Völker brüderlicher Kuß&lt;br /&gt;
löscht alle Kriegesflammen.&lt;br /&gt;
Jetzt gilt&apos;s die Freiheit aufzustellen. -&lt;br /&gt;
Die rote Fahne hoch, Rebellen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;http://gedichte.xbib.de&quot;&gt;http://gedichte.xbib.de&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>JimPfeffer</dc:creator>
    <dc:subject>Erich Mühsam</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 JimPfeffer</dc:rights>
    <dc:date>2009-02-10T09:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jimpfeffer.twoday.net/stories/5471601/">
    <title>Ich weiß von allem Leid ...</title>
    <link>http://jimpfeffer.twoday.net/stories/5471601/</link>
    <description>&lt;i&gt;Erich Mühsam&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß von allem Leid, fühl alle Scham&lt;br /&gt;
und möchte helfen aller Kreatur.&lt;br /&gt;
Der Liebe such ich aus dem Haß die Spur,&lt;br /&gt;
dem Menschenglück den Weg aus Not und Gram.&lt;br /&gt;
Den Trostbedürftigen geb ich Wort und Rat,&lt;br /&gt;
den Haltbedürftigen reich ich meine Hand.&lt;br /&gt;
Doch keiner war noch, der mein Wort verstand,&lt;br /&gt;
und keiner, der die Hand ergriffen hat.&lt;br /&gt;
Ich weiß vom Leide nur, fühl nur die Scham -&lt;br /&gt;
und kann doch selber nicht Erlöser sein,&lt;br /&gt;
wie jener Jesus, der die ganze Pein&lt;br /&gt;
der Welt auf seine schwachen Schultern nahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen: &lt;a href=&quot;http://gedichte.xbib.de&quot;&gt;http://gedichte.xbib.de&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>JimPfeffer</dc:creator>
    <dc:subject>Erich Mühsam</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 JimPfeffer</dc:rights>
    <dc:date>2009-01-27T06:58:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jimpfeffer.twoday.net/stories/5458962/">
    <title>Trutzlied</title>
    <link>http://jimpfeffer.twoday.net/stories/5458962/</link>
    <description>&lt;i&gt;Erich Mühsam&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nennt uns nur höhnisch Weltbeglücker,&lt;br /&gt;
weil wir das Joch der Unterdrücker&lt;br /&gt;
nicht länger dulden und die Schmach.&lt;br /&gt;
Lacht nur der neuen Ideale,&lt;br /&gt;
leert auf die alten die Pokale -&lt;br /&gt;
Wir geben nicht nach!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Legt nur die Stirn in ernste Falten,&lt;br /&gt;
schreckt auf im Bette ungehalten&lt;br /&gt;
und scheuert euch die Augen wach.&lt;br /&gt;
Flucht auf die unerwünschte Störung,&lt;br /&gt;
reißt &apos;s Fenster auf und schreit: Empörung!&lt;br /&gt;
Wir geben nicht nach!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Setzt euch nur auf die Geldkassette,&lt;br /&gt;
daß Gott die arme Seele rette&lt;br /&gt;
aus Not, Gefahr und Ungemach -&lt;br /&gt;
und ruft nach euern guten Geistern,&lt;br /&gt;
nach Polizei und Kerkermeistern -&lt;br /&gt;
Wir geben nicht nach!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daß den Verrat der Teufel hole,&lt;br /&gt;
langt nur die Repetierpistole&lt;br /&gt;
samt den Patronen aus dem Fach,&lt;br /&gt;
und schmückt den Hut mit der Kokarde&lt;br /&gt;
der geldsacktreuen weißen Garde -&lt;br /&gt;
Wir geben nicht nach!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laßt Volkes Blut in Strömen fließen,&lt;br /&gt;
laßt uns erhängen und erschießen,&lt;br /&gt;
setzt uns den roten Hahn aufs Dach.&lt;br /&gt;
Laßt Mörser und Haubitzen wüten,&lt;br /&gt;
um euer Diebesgut zu hüten -&lt;br /&gt;
Wir geben nicht nach!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laßt euer Höllenwerkzeug toben!&lt;br /&gt;
Die Sehnsucht selbst hat sich erhoben&lt;br /&gt;
des Volks, das seine Ketten brach.&lt;br /&gt;
Freiheit und Recht stehn auf der Schanze.&lt;br /&gt;
Sieg oder Tod - jetzt geht&apos;s ums Ganze! -&lt;br /&gt;
Wir geben nicht nach!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;http://gedichte.xbib.de&quot;&gt;http://gedichte.xbib.de&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>JimPfeffer</dc:creator>
    <dc:subject>Erich Mühsam</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 JimPfeffer</dc:rights>
    <dc:date>2009-01-23T06:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jimpfeffer.twoday.net/stories/5375328/">
    <title>Freiheit in Ketten</title>
    <link>http://jimpfeffer.twoday.net/stories/5375328/</link>
    <description>&lt;i&gt;Erich Mühsam &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich sah der Menschen Angstgehetz;&lt;br /&gt;
ich hört der Sklaven Frongekeuch.&lt;br /&gt;
Da rief ich laut: Brecht das Gesetz!&lt;br /&gt;
Zersprengt den Staat! Habt Mut zu euch!&lt;br /&gt;
Was gilt Gesetz?! Was gilt der Staat?!&lt;br /&gt;
Der Mensch sei frei! Frei sei das Recht!&lt;br /&gt;
Der freie Mensch folgt eignem Rat:&lt;br /&gt;
Sprengt das Gesetz! Den Staat zerbrecht! -&lt;br /&gt;
Da blickten Augen kühn und klar,&lt;br /&gt;
und viel Bedrückte liefen zu:&lt;br /&gt;
Die Freiheit lebe! Du sprichst wahr!&lt;br /&gt;
Von Staat und Zwang befrei uns du! -&lt;br /&gt;
Nicht ich! Ihr müßt euch selbst befrein.&lt;br /&gt;
Zerreißt den Gurt, der euch beengt!&lt;br /&gt;
Kein andrer darf euch Führer sein.&lt;br /&gt;
Brecht das Gesetz! Den Staat zersprengt! -&lt;br /&gt;
Nein, du bist klug, und wir sind dumm.&lt;br /&gt;
Führ uns zur Freiheit, die du schaust! -&lt;br /&gt;
Schon zogen sie die Rücken krumm:&lt;br /&gt;
O sieh, schon ballt der Staat die Faust! ...&lt;br /&gt;
Roh griff die Faust mir ins Genick&lt;br /&gt;
des Staats: verletzt sei das Gesetz!&lt;br /&gt;
Man stieß mich fort. - Da fiel mein Blick&lt;br /&gt;
auf Frongekeuch und Angstgehetz.&lt;br /&gt;
Im Sklaventrott zog meine Schar&lt;br /&gt;
und schrie mir nach: Mach dein Geschwätz,&lt;br /&gt;
du Schwindler, an dir selber wahr!&lt;br /&gt;
Jetzt lehrt der Staat dich das Gesetz! --&lt;br /&gt;
Ihr Toren! Schlagt mir Arm und Bein&lt;br /&gt;
in Ketten, und im Grabverlies&lt;br /&gt;
bleibt doch die beste Freiheit mein:&lt;br /&gt;
die Freiheit, die ich euch verhieß.&lt;br /&gt;
Man schnürt den Leib; man quält das Blut.&lt;br /&gt;
Den Geist zwingt nicht Gesetz noch Staat.&lt;br /&gt;
Frei, sie zu brechen, bleibt mein Mut -&lt;br /&gt;
und freier Mut gebiert die Tat!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;http://gedichte.xbib.de&quot;&gt;http://gedichte.xbib.de&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>JimPfeffer</dc:creator>
    <dc:subject>Erich Mühsam</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 JimPfeffer</dc:rights>
    <dc:date>2008-12-09T06:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jimpfeffer.twoday.net/stories/5350737/">
    <title>Mein Gefängnis</title>
    <link>http://jimpfeffer.twoday.net/stories/5350737/</link>
    <description>&lt;i&gt; Erich Mühsam 	&lt;/i&gt;  	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Meere tanzt die Welle&lt;br /&gt;
nach der Freiheit Windmusik.&lt;br /&gt;
Raum zum Tanz hat meine Zelle&lt;br /&gt;
siebzehn Meter im Kubik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den blauen Himmeln zittert&lt;br /&gt;
Sehnsucht, die die Herzen stillt.&lt;br /&gt;
Meine Luke ist vergittert&lt;br /&gt;
und ihr dickes Glas gerillt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe tupft mit bleichen leisen&lt;br /&gt;
Fingern an ein Bett ihr Mal.&lt;br /&gt;
Meine Pforte ist aus Eisen,&lt;br /&gt;
meine Pritsche hart und schmal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausend Rätsel, tausend Fragen&lt;br /&gt;
machen manchen Menschen dumm.&lt;br /&gt;
Ich hab eine nur zu tragen:&lt;br /&gt;
Warum sitz ich hier? Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinterm Auge wohnt die Träne,&lt;br /&gt;
und sie weint zu ihrer Zeit.&lt;br /&gt;
Eingesperrt sind meine Pläne&lt;br /&gt;
namens der Gerechtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ein Flaggstock sind Entwürfe,&lt;br /&gt;
den ein Wind vom Dache warf.&lt;br /&gt;
Denn man meint oft, daß man dürfe,&lt;br /&gt;
was man schließlich doch nicht darf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;http://gedichte.xbib.de&quot;&gt;http://gedichte.xbib.de&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>JimPfeffer</dc:creator>
    <dc:subject>Erich Mühsam</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 JimPfeffer</dc:rights>
    <dc:date>2008-11-30T06:01:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://jimpfeffer.twoday.net/stories/5301150/">
    <title>Gesichte</title>
    <link>http://jimpfeffer.twoday.net/stories/5301150/</link>
    <description>&lt;i&gt;Erich Mühsam&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es raschelt gleich dem Geistern einer Fledermaus&lt;br /&gt;
im Nachtwind, der gefallnes Laub bestattet -&lt;br /&gt;
und in den Lüften wispern totumschattet&lt;br /&gt;
des Nebels Stimmen: Not und Haß und Graus&lt;br /&gt;
verkünden Blut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kreist der Erde höllenträchtiger Bauch,&lt;br /&gt;
sich platzend zu befrei&apos;n von mörderischen Wehen,&lt;br /&gt;
zu löschen nicht - nein, zu entflammen rote Glut. -&lt;br /&gt;
Spritz aus, gedunsener Schlauch,&lt;br /&gt;
spritz aus die Tat! Die Welt verdurstet nach Geschehen ...&lt;br /&gt;
Gespenster ziehn. Ich wittre in die Zukunft schreiten&lt;br /&gt;
Herolde mächtiger Begebenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;http://gedichte.xbib.de&quot;&gt;http://gedichte.xbib.de&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>JimPfeffer</dc:creator>
    <dc:subject>Erich Mühsam</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 JimPfeffer</dc:rights>
    <dc:date>2008-11-07T08:00:00Z</dc:date>
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