[>>]

Friedrich Hebbel

Dienstag, 28. Juli 2009

Grundirrtum

Friedrich Hebbel

»Hätte der Rüstige nicht so viel gedichtet, er hätte
Höhere Flüge getan, hätte die Sterne erreicht!«
Wäre die Wiese nicht leider in Butterblumen zerflossen,
Eine Aloe wär’ sicher zuletzt ihr entsproßt!
Gibst du das eine nicht zu, so muß ich das andre bestreiten,
Nie zerfließt ein Kristall, aber ein Tropfen zerrinnt.


Quelle: http://gedichte.xbib.de

Freitag, 26. Juni 2009

Die menschliche Gesellschaft

Friedrich Hebbel

Wenn du verkörpert wärst zu einem Leibe,
Mit allen deinen Satzungen und Rechten,
Die das Lebendig-Freie schamlos knechten,
Damit dem Toten diese Welt verbleibe;

Die gottverflucht in höllischem Getreibe,
Die Sünden selbst erzeugen, die sie ächten,
Und auf das Rad den Reformator flechten,
Daß er die alten Ketten nicht zerreibe:

Da dürfte dir das schlimmste deiner Glieder,
Keck, wie es wollte, in die Augen schauen,
Du müßtest ganz gewiß vor ihm erröten!

Der Räuber braucht die Faust nur hin und wieder,
Der Mörder treibt sein Werk nicht ohne Grauen,
Du hast das Amt, zu rauben und zu töten.

Quelle: http://gedichte.xbib.de

Mittwoch, 25. Februar 2009

Ich und du

Friedrich Hebbel

Wir träumten voneinander
Und sind davon erwacht,
Wir leben, um uns zu lieben,
Und sinken zurück in die Nacht.

Du tratst aus meinem Traume,
Aus deinem trat ich hervor,
Wir sterben, wenn sich eines
Im andern ganz verlor.

Auf einer Lilie zittern
Zwei Tropfen, rein und rund,
Zerfließen in eins und rollen
Hinab in des Kelches Grund.

Quelle: http://gedichte.xbib.de

Sozialkritische Gedichte

Lyrik Art, Jim Pfeffer

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Mein

Impressum/Kontakt

Dichter/innen

Sozialkritische Gedichte

twoday.net

Aktuelle Beiträge

An die Conventionellen
Arno Holz Ihr habt genug mein armes Hirn gebüttelt, Ich...
JimPfeffer - 29. Dez, 11:41
Eroberungssucht
Johann Gottfried Herder Weh euch ihr Prinzen, die...
JimPfeffer - 28. Dez, 11:21

Suche

 

Mein Lesestoff


Gedichtekarussell Nr.5
Licht und Schatten


Gedichtekarussell
Erwacht aus einem Traum


Angelika Scholz, Reiner Kranz
Deine Stimme hing in den Bäumen


Erich Kästner
Gedichte


Erich Fromm
Die Kunst des Liebens