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Jim Pfeffer

Mittwoch, 23. September 2009

Auf allen Kanälen

Jim Pfeffer

Auf allen Kanälen.
Ich, nicht du !
Zappel nicht rum, wähle mich
Schwarz, Rot, Gelb, Grün, eine Farbe
das gleiche Programm,
stört doch nicht.

Ich, nicht du !
Finde alles gut
habe die Kraft.
Umweltfreundlich
mein Beruf; Gutmensch ³ !
In jeder
Alphareihe zu Haus,
adrett gekleidet
steif gebügelt, das
Gewissen rasiert.

Ich, nicht du !
Dein Geld, meine Bank !
Bin der Rettungsarzt,
das Gegengift
in jeder Krise.
Die Wunderspritze
zur rechten Zeit,
himmlischer Erlösung
auf Raten.

Auf allen Kanälen.
Ich, nicht du !
Schwarz, Rot, Gelb, Grün, eine Farbe
das gleiche Programm,
stört doch nicht.
Halte still, wähle !
Zahle und füttere mich noch viele Jahre.

Dienstag, 8. September 2009

Ich habe gehört

Jim Pfeffer

Ich habe gehört
sie schießen wieder,
töten für Deutschland !

Ich habe gehört
sie fallen wieder,
sterben für Deutschland !

Haben wir nicht schon als
Kinder gelernt,
mit denen keine Lieder
mehr zu singen.

Haben wir nicht schon als
Kinder gelernt,
dass wir
keinen Krieg gewinnen.

Donnerstag, 30. April 2009

wecke mich

Jim Pfeffer

alle worte
sind steckengeblieben
hals über kopf

meine blicke hinaus
den stürmen
ausgesetzt

als schweigender
kontrast
der müde
bricht
im begehren
seltsame stille

alle
türen und fenster
fest verschlossen

Samstag, 11. Oktober 2008

Nun flieg ich fort

Jim Pfeffer


Nun flieg ich fort, wechsel die Seiten

brech endlich aus, aus Sortieranstalten.

Reklameschilder, mein Gesicht im Sand

kein Land in Sicht, vor den Fallen am Rand.

Gefräßigkeit im Nachrichten-Kreise,

frisst nur Leichen, lieber laut als leise.

Fabriken in Trauma-Hirne verpflanzt,

zentrierter Gleichschritt in Normen gestanzt.

Nun fliege ich fort, wechsel die Fronten

bald zu Hause, in den Irrenanstalten.

Montag, 6. Oktober 2008

Ohne Gott

Jim Pfeffer


Ein Schiffbruch ist es hier zu sein,
betrüblich, es mit dir zu sein.
Es reicht nicht von dir zu träumen,
genügt nicht dem Weg zu folgen.

Deine Gespenster auf Erden
predigen Unheil und Verderben.
Im Warten gleitest du dahin
wo die funkelnden Sterne sind.

Traust keinem deiner Menschen mehr.
Tage voll Angst und totenschwer,
gefangen im Glaubenskampf
stummes Gebet, im Überlebenskrampf.

Menschen Vision, Menschen Magie
erreichen sie deine Schöpfung nie,
Tapfer ist an sie zu glauben
die Hoffnung auf ihr zu bauen.

Die Prediger der Menschen Worte
kreuzigen die Zehn Gebote,
tragen mit Stolz deinen Namen
durch blutbesudelte Straßen

Versprochen ewiges Leben,
Hochmut lässt sie danach streben.
Eingesperrt ohne Gott zu sein
gefährlich mit dem Mensch allein.

Dienstag, 9. September 2008

Rebellion

Jim Pfeffer

Komm lasst uns zur einer Rebellion werden
Im Mondschein der frostigen Nacht
Haben Angst und Gehorsam verloren
Den letzten Zug nach Hause verpasst

Sind gefangen in verbrannten Seelen
In die Wiege gelegte Geschichte als Feind
Die nur noch Lügen Tod und Verderben
Statt Wissen und Heimat in sich vereint

Sinn des Lebens aus Mangel an Liebe zerteilt
Ist er die Folter der Leben die wir sterben
Naiv willenlos und noch immer bereit
Lehrlinge einer sich bückenden Masse zu sein

Komm lasst uns zu einer Rebellion werden
Keine Angst erfüllt mehr den Augenblick
Tag für Tag zu lernen um Worte zu leben
Berührt vom Glück nach Widerstand streben

Sozialkritische Gedichte

Lyrik Art, Jim Pfeffer

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