Louise Aston

Dienstag, 18. November 2008

Berlin

Louise Aston
am Abende des 12. November 1848

Wilde kriegerische Klänge
Tönen in die Nacht hinaus,
Schweigend harrt des Volkes Menge
Vor dem königlichen Haus;
Manches Auge blitzt in Thränen,
Manche Faust ist wuthgeballt;
Ob der frevelnden Gewalt
Knirschen Kinder mit den Zähnen.

Glimm'! o glimm',
Heiliger Grimm!

Bleiches Mondlicht strahlt hernieder
Auf die haßentbrannte Welt; -
's ist derselbe Mond, ihr Brüder,
Der die Märznacht einst erhellt;
Kommt es heut zum Kugelregen:
Hält der Tod sein Sichelfest,
Und dem letzten Ueberrest
Gibt das Fallbeil seinen Segen. -

Noch ist von Groll
Das Maaß nicht voll. -

Erst des Landes Stimme hören
Will der friedliche Convent;
Bald wird sich das Land empören
Gegen Wrangels Regiment;
Drum voran mit edlem Stolze,
Bannerträger in Berlin!
Mag der Thron in Flammen glühn!
Denn er ist von faulem Holze.

Freiheit und Glück
Gibt Republik!

Quelle: http://gedichte.xbib.de

Sozialkritische Gedichte

Lyrik Art, Jim Pfeffer

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Mein

Impressum/Kontakt

Dichter/innen

Sozialkritische Gedichte

twoday.net

Aktuelle Beiträge

Du bist Terrorist !
... klick http://www.you tube.com/watch?v=SGD2q2vew zQ Wirklich...
JimPfeffer - 29. Okt, 20:31
Krieg
Erich Kykal Marschiert! Marschiert! Zu edler Sache...
JimPfeffer - 24. Okt, 13:42

Suche

 

Mein Lesestoff


Gedichtekarussell Nr.5
Licht und Schatten


Gedichtekarussell
Erwacht aus einem Traum


Angelika Scholz, Reiner Kranz
Deine Stimme hing in den Bäumen


Erich Kästner
Gedichte


Erich Fromm
Die Kunst des Liebens